Herzlich willkommen!

Dieses ist die Homepage des Fotografen tim t rädisch. Wenn Sie sich - wie ich - von der CAMERA OBSCURA FOTOGRAFIE mit Schwerpunkt Porträt und Landschaft begeistern lassen, sind Sie hier genau richtig. Wenn nicht, schauen Sie trotzdem rein!

Zitat aus dem Bildband

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Und noch etwas ist mir wichtig: Im Laufe der Jahre, in denen ich mich nun […] mit der Lochkamera beschäftige, fasziniert mich zunehmend die Erkenntnis, dass die entstehenden unscharfen Bilder symbolhaft für das Leben selbst stehen können. Es lässt sich ebenfalls in vielen Bereichen […] nicht scharf darstellen. (Tim Rädisch: Verborgen im Licht, Seite 61)

Verdeutlichen mit undeutlichen Bildern

Aus dem Vorwort des Bildbandes "Camera Obscura Tübingen" von Przemek Zajfert:
"… und laden den Leser ein, Momente zu verdeutlichen, die vom Möglichen ins Wirkliche transportiert sein wollen: Wie viel wurde bisher übersehen oder durch bunte Pictures verstellt."
Diese von keinem Geringeren als Walter Jens verfassten Zeilen fand ich am Wochenende in einem Bildband, der die kleine süddeutsche Stadt in unvergleichlicher Weise bildlich beschreibt. Für mich ist es eine weitere treffende Beschreibung der einzigartigen Camera obscura Fotografie. So - und nicht anders - wächst sie auch in meinem Herzen: verdeutlichen mit undeutlichen Bildern.

Warum mache ich unscharfe Fotos?

Gedanken zur Camera obscura Porträtfotografie

Im Laufe der Jahre, in denen ich mich mit der Lochkamerafotografie beschäftige, fasziniert mich zunehmend die Erkenntnis, dass die entstehenden unscharfen Bilder symbolhaft für das Leben selbst stehen können. Es lässt sich ebenfalls in vielen Bereichen nicht ganz scharf darstellen. Wie oft sehnen wir uns danach, unsere Lebensumstände klar zu definieren und fühlen uns unwohl, wenn es nicht gelingt?
Hin und wieder sind Erfahrungen, Erinnerungen und insbesondere unsere Gefühle aber nun einmal unscharf. Das auszuhalten fällt mir schwer. Deshalb empfinde ich die fotografische Wiedergabe unseres Lebens mit der Camera obscura als eine Bereicherung. Sie akzeptiert die Unmöglichkeit einer scharfen Abbildung des von uns Erlebten, ja, sie repräsentiert sie geradezu. Sie lässt Zwischentöne und die gelungene Halbheit zu. Auch der Teilerfolg oder der Kompromiss können durchaus eine befriedigende Erfahrung sein. Davon wollen meine Fotos auf ihre Weise erzählen. Sie zeigen, dass niemand von uns perfekt sein kann und muss. Die Akzeptanz der Unschärfe ist möglicherweise für unser Leben selbst notwendig. Vielleicht lässt gerade sie uns Mensch sein.

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